Menschen mit Demenz weniger stigmatisieren


50 neue Demenzpartner:innen konnten durch die Schulung von Roswitha Moderegger kürzlich neu gewonnen werden. Maria Schmidt vom Leitungsteam der Kolpingsfamilie Berchtesgaden freute sich über das große Interesse an der Bildungsveranstaltung und bedankte sich bei der Referentin, die sich als wahre Kennerin der Thematik erwies. Mit vielen Erfahrungen und anschaulichen Beispielen klärte sie das interessierte Publikum über das Thema Demenz auf. Neben Hauptmerkmalen, der Häufigkeit und Ursachen von Demenz, berichtete sie von Risikofaktoren, wie z. B. Bluthochdruck, Stress oder geringer sozialer und körperlicher Aktivität. Wichtig war der Referentin, wie man Menschen mit Demenz begegnet. Sie ermutigte unter anderem dazu, Erkrankte weiter sozial einzubinden, auf die Emotionen einzugehen und dabei freundlich und humorvoll zu sein. „Bei Menschen mit Demenz gibt es immer etwas zu lachen!“ Durch die gestiegene Lebenserwartung wird wohl jeder Dritte in Deutschland von einer Form der Demenz betroffen sein. Menschen mit Demenz brauchen Arbeitskollegen, Nachbarn, Freunde, Familienangehörige, die nicht wegschauen, sondern die aufmerksam und verständnisvoll sind. Ziel müsse es sein, dass Menschen mit Demenz möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmer:innen ein Zertifikat als Demenz-Partner. Mittlerweile gibt es in Deutschland über 82000 Demenz-Partner, die dazu beitragen, dass Demenzerkrankungen weniger tabuisiert und Menschen mit Demenz weniger stigmatisiert werden.

Im Anschluss gab es noch einen lebendigen Austausch im Kolpingheim bei Zwiebel-, Flammkuchen und Federweißen.

Martin Kienast

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